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Test
Mass Effect 2 Test
Artikel erstellt von Alucardx8 am 06.02.2010 | 0 Kommentar(e)
Cover
USK
Medium:
Disc
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Electronic Arts
Release:
29.01.2010
Release-Preis:
ca. 60 EUR
Spieler:
1
Screenshots:
Seiten (3): [1] | 2 | 3 | weiter

Normalerweise vergehen mehrere Jahre zwischen der Veröffentlichung zweier Großprojekte eines Entwicklers. Nicht so bei BioWare. Erst gegen Ende des vergangenen Jahres bescherten uns die Kanadier das Rollenspiel-Epos Dragon Age: Origins, keine drei Monate später folgt schon Mass Effect 2. Dass es sich bei diesen beiden Spielen um keine gewöhnlichen Großprojekte handelt, liegt klar auf der Hand. Dragon Age: Origins wurde nicht umsonst von der Fachpresse als eines der besten Rollenspiele der letzten Jahre gefeiert, Mass Effect 2 ist der Nachfolger zu dem wegweisenden Mega-Erfolg Mass Effect, das vor rund zwei Jahren für die Xbox 360 auf den Markt kam. Die Erwartungen an das neuste Science-Fiction-Epos rund um Commander Shepard und seine Crew sind also immens. Wenn ein Studio aber immer wieder bewiesen hat, dass man hohe Erwartungen nicht einfach nur erfüllen, sondern auch übertreffen kann, dann ist das BioWare. Ob das bei Mass Effect 2 auch wieder gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Review.

Bombastischer könnte ein Einstieg in ein Videospiel nicht sein. Wir schreiben das Jahr 2183, Commander Shepard und seine Crew haben gerade das gesamte Universum vor Saren und den Reapern gerettet. Als der Commander auf seinem Weltraumschiff Normandy friedlich durch den Weltraum düst, wird das Schiff plötzlich von einem mächtigen Gegner attackiert und zerstört. Ein Großteil der Besatzung konnte sich zwar retten, Shepard selber wurde allerdings in den Weltraum katapultiert. Schnitt. Zwei Jahre später wacht Shepard in einer kleinen Forschungsanstalt auf. Wie es ihn hierher verschlagen hat und was mit ihm und seiner Crew geschehen ist, bleibt vorerst unklar. Schnell erfahrt ihr jedoch, dass Shepard bereits tot war, von der findigen Wissenschaftlerin Miranda mit Hilfe eines speziellen Technikprogramms aber wiederbelebt wurde. Doch kaum kommt Shepard langsam wieder zu sich, wird die Station von Mechs angegriffen. So muss sich Shepard gemeinsam mit Miranda und dem Soldaten Jacob durch die Mech-Reihen ballern. In Sicherheit erfährt der tot geglaubte Commander, dass Miranda und Jacob der Menschen-Organisation Cerberus angehören, die dank ihrer düsteren Vergangenheit keinen allzu guten Ruf genießt. Der Anführer, im Spiel nur als „Der Unbekannte“ bekannt, konfrontiert Shepard mit der aktuellen Situation. Mächtige Aliens, die Kollektoren, entführen sämtliche Menschen aus den Kolonien, warum ist nicht klar. Shepard soll nun mit einem neuen Team herausfinden, was hinter all dem steckt. Klar, dass der Commander dabei auch wieder auf das ein oder andere bekannte Gesicht aus dem Vorgänger stößt. Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht von der Story von Mass Effect 2 verraten, wir versichern euch aber, dass BioWare einmal mehr eindrucksvoll beweist, dass sie wie kaum ein anderes Studio in der Lage sind, spannende Geschichten zu erzählen und die Spieler gebannt vor den Schirm zu fesseln. Dass auch dieses Mal die Inszenierung wieder ihresgleichen sucht und den Vorgänger dabei mühelos in den Schatten stellt, brauchen wir dabei wohl gar nicht mehr zu erwähnen.

Bevor ihr euch allerdings ins Abenteuer stürzt, müsst ihr noch euren eigenen Shepard basteln. Hier habt ihr die Wahl: Nehmt ihr den Standard-Shepard, der auch auf allen Screenshots und dem Cover abgebildet ist, oder erstellt ihr euch einen vollkommen neuen Helden? Wer bereits Mass Effect durchgespielt hat, kann auch auf seinen alten Spielstand zurückgreifen und seinen Charakter importieren. Das bringt viele Vorteile mit sich. So startet ihr das Spiel gleich auf Stufe 2 und verfügt über eine Menge Credits und Ressourcen, mit denen ihr neue Waffen kaufen oder eure bereits erhaltenen verbessern könnt. Allerdings müsst ihr dann auch auf die bereits ausgewählte Klasse zurückgreifen, lediglich das Aussehen eures alten Shepards könnt ihr nochmals verändern.

Nach eurem ersten Treffen mit dem Unbekannten findet ihr euch auf eurem Schiff, der Normandy, wieder. Moment mal! Die Normandy? Wurde die nicht zerstört? Richtig, doch dank scheinbar unendlicher Ressourcen konnte Cerberus eine exakte Kopie der ursprünglichen Normandy nachbauen - inklusive einiger kleinerer Verbesserungen natürlich. Zwar gleicht das Innere der neuen Normandy nicht ganz dem der alten, Kenner dürften sich aber trotzdem sofort an Mass Effect zurückerinnert fühlen. Zu Beginn eures Abenteuers sind allerdings viele Bereiche wie das Techlabor oder der Gefechtsstand noch verschlossen, ihr müsst erst fähige Mitarbeiter rekrutieren, die sich in diesen Bereichen auskennen. So könnt ihr euch anfangs also nur in der Waffenkammer austoben, in eurem Quartier eure Rüstung nach euren Belieben ändern, oder in der Krankenstation mit dem Doc einen Brandy genießen. Mass Effect 2 ist dabei wie sein Vorgänger ein offenes Spiel, ihr könnt also jederzeit selber entscheiden, wohin ihr als nächstes gehen und welche Hauptaufgabe ihr zuerst erledigen wollt. Mass Effect 2 legt euch dabei wieder ein gigantisches Universum zu Füßen. Im Gegensatz zum Vorgänger klickt ihr dieses Mal aber nicht einfach die anderen Planeten und Systeme an, um dort hin zu reisen, sondern manövriert euer eigenes kleines Schiff auf der übersichtlichen Galaxie-Karte. Beachten solltet ihr dabei, dass ihr für das Reisen in neue Gebiete Treibstoff braucht, den ihr in Depots jederzeit kaufen könnt.

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