Machte man sich in den vergangenen Monaten zumindest noch die Mühe, die Spieler zu beruhigen und ihnen mit verschiedenen „Argumenten“ deutlich zu machen, wieso der Kauf von Inhalten, bei denen man das Gefühl vermittelt bekommt, dass sich dieser bereits auf dem Datenträger befand, trotz allem eine lohnenswerte Investition darstellt, änderte sich die Taktik in den vergangenen Wochen ein wenig. Mittlerweile gibt man offen zu, dass Inhalte einfach aus dem Spiel entfernt und nach dem Release eines Titels nachgereicht werden.
Auch beim aktuell veröffentlichten Assassin's Creed 2: Schlacht um Forli haben wir es mit solch einer Vorgehensweise zu tun. Für einen Preis von 320 MS-Points erhaltet ihr hier die zwölfte Erinnerungssequenz, die im Hauptabenteuer schlichtweg fehlte. Bereits an dieser Tatsache sollte deutlich werden, dass man von Schlacht um Forli nicht allzuviel erwarten sollte. Wurde der rund 680 Megabyte schwere Download getätigt, könnt ihr die zwölfte Sequenz direkt aus dem Spiel heraus anwählen. Im Story-Modus angekommen, erhaltet ihr von Shaun und Rebecca via Audio den Hinweis, dass die zwölfte Sequenz nun gespielt werden kann. Obwohl diese laut Reihenfolge in der Mitte des Spiels angesiedelt wurde, versetzt sie euch in die Geschehnisse nach dem Abspann. Wie es der Name der Download-Episode bereits verdeutlicht, versetzt euch diese in die Metropole Forli, die ihr im Laufe der Kampagne bereits mit Leonardo da Vinci unsicher gemacht habt. Eine kurze Untersuchung des kürzlich erworbenen Edensplitters verdeutlicht, dass diesem eine geheimnisvolle Macht innewohnt. Also ab nach Forli und möglichst zusehen, dass man das wertvolle Artefakt vor den Templern in Sicherheit bringt.
Leichter gesagt als getan: Als man sich aufmacht den Edensplitter in die Obhut von Caterina Sforza zu übergeben, wird man registrieren, dass die Brüder Orsi alles daran setzen, Forli zu unterwerfen. Von offenen Reibereien, militärischen Taktiken bis hin zu perfiden Vorgehensweisen wie Kindesentführung reicht die Palette der Eroberer. Caterina Sforzas Festung dient dabei als Lager des Assassinen, der sich in sieben mehr oder weniger abwechslungsreichen Aufgaben daran macht, die Belagerer zu vertreiben und den Edensplitter in Sicherheit zu bringen. Etwas schade ist, dass Schlacht um Forli die spielerischen Stärken des Hauptabenteuers gnadenlos vernachlässigt und Ezios Assassinen-Fertigkeiten oftmals in den Hintergrund rückt. Zumeist stehen ausufernde und offene Schlachten an, in denen euch die Kontrahenten mit Bögen, Speeren oder Streitkolben ans Leder wollen. Spektakuläre Attentate und ausführliche Kletterpassagen sind hingegen nur in geringem Maße vorhanden. Immerhin war man gewillt, die Scharmützel abwechslungsreich zu gestalten, indem man diese mit verschiedenen Rahmenbedingungen spickte. Mal müssen die Gegner innerhalb eines bestimmten Zeitlimits ins Nirvana befördert werden und ein anderes Mal solltet ihr möglichst die Lebensenergie eurer Mitstreiter im Auge behalten, um zu verhindern, dass diese ihr Leben aushauchen. Segnet einer eurer Partner nämlich das Zeitliche, werdet ihr automatisch an den letzten Checkpoint verfrachtet.



















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